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Gehorsam

Aus PokéWiki
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Der Gehorsam eines Pokémon ist wichtig für jeden ernsthaften Pokémon-Trainer, da er nur mit einem Pokémon, das seinen Befehlen gehorcht und sie genau so ausführt, Erfolg haben kann. Ein Pokémon ist nur dann gehorsam, wenn es seinem Trainer gegenüber genügend Respekt hat.

In den Spielen

Der Respekt – und damit auch der Gehorsam – eines Pokémon gegenüber seines Trainers ist nicht garantiert, auch wenn der Spieler im normalen Spielverlauf nicht häufig damit konfrontiert wird. Bei getauschten Pokémon gilt allerdings bereits seit der ersten Generation, dass es umso schwieriger für den neuen Trainer wird, das Pokémon zu kontrollieren, je stärker das Pokémon wird. Ist der gegenseitige Respekt aufgrund eines zu hohen Levels verloren, beginnt das Pokémon, im Kampf das zu tun, was es will, wobei es beispielsweise andere Attacken ausführt als die ausgewählte, sich selbst verletzt, ein Nickerchen macht oder einfach nur faulenzt und nichts tut. In der dritten und vierten Generation kann es auch in Doppelkämpfen ein anderes Ziel angreifen als das vom Spieler ausgewählte. Betroffen sind allerdings immer nur Kämpfe, in denen das Pokémon Erfahrung gewinnen kann, in Einrichtungen wie dem Duellturm gehorcht das Pokémon seinem Trainer immer.

Pokémon, die vom Trainer selbst gefangen wurden, gehorchen diesem immer, problematisch wird es, wenn der Trainer nicht ihr Originaltrainer ist, also entweder die Namen, Trainer-IDs oder beide nicht zusammenpassen, wie es bei getauschten Pokémon der Fall ist. Ist in diesem Fall sein Level zu hoch, beginnt es die Befehle seines Trainers zu ignorieren. Ist es nur knapp über der Grenze, bis zu der es seinem Trainer gehorcht, ist dies seltener der Fall, ein Pokémon auf Level 100 hingegen tut kaum noch, was ein Anfänger ihm befielt. Damit wird verhindert, dass der Spieler sich ein Pokémon mit hohem Level ertauscht und damit das Spiel durchspielt. Um den Respekt eines fremden Pokémon mit hohem Level zu gewinnen, müssen sich Trainer Orden in den Arenen der Region erkämpfen, wobei jeder Orden die Obergrenze weiter erhöht. In Alola haben die Stempel der Inselwanderschaft dieselbe Wirkung.

Der Gehorsam eines Pokémon gegenüber seinem Trainer ist in den Spielen gänzlich unabhängig von anderen Faktoren wie etwa Freundschaft oder Zutrauen. Selbst wenn beide Werte maximal sind, wird das Pokémon unter gegebenen Umständen die Befehle seines Trainers ignorieren. Dem entsprechend können ebenfalls die beiden anderen Werte erhöht werden, auch wenn das Pokémon dem Trainer nicht gehorcht.

In Pokémon Colosseum und Pokémon XD kann es sein, dass Pokémon ihrem Trainer nicht mehr gehorchen, wenn sie im Furyo- bzw. Kontra-Modus sind. Obwohl das Verhalten des Pokémon in diesem Fall ähnlich ist, handelt es sich doch um eine andere Form von Ungehorsam, die anderen Bedingungen unterliegt und auch nicht durch Orden oder dergleichen verhindert werden kann.

Orden

Die Obergrenze, bis zu der ein durch Tausch erhaltenes Pokémon seinem neuen Trainer gehorcht, hängt in den Generationen eins bis sechs von der Anzahl der erhaltenen Orden ab, wobei in den meisten Spielen aufgrund des linearen Spielverlaufs jede Grenze einem bestimmten Orden zugewiesen ist. Ohne Orden gehorcht das Pokémon in den meisten Regionen nur bis Level 10, in Kalos bis Level 20. Liegt das Level über dieser Grenze, beginnt das Pokémon, die Befehle seines Trainers zu ignorieren:

Maximales Level Kanto Johto Hoenn Sinnoh Einall Kalos
RBGFRBG GSK HGSS RUSASM ΩRαS SW S2W2
20 Flügelorden.png Flügelorden Steinorden.png Steinorden Triorden.png Triorden Grundorden.png Grundorden
30 Quellorden.png Quellorden Insektorden.png Insektorden Knöchelorden.png Knöchelorden 2 Orden Grundorden.png Grundorden Giftorden Sprite.png Giftorden Krabbelorden.png Krabbelorden
40 Dynamo-Orden.png Dynamo-Orden Käferorden.png Käferorden Wallorden.png Wallorden
50 Farborden.png Farborden Phantomorden.png Phantomorden Hitzeorden.png Hitzeorden 4 Orden Voltorden.png Voltorden Rauforden.png Rauforden
60 Balanceorden.png Balanceorden Seismo-Orden.png Seismo-Orden Blattorden.png Blattorden
70 Sumpforden.png Sumpforden Faustorden.png Faustorden Stahlorden.png Stahlorden Federorden.png Federorden 6 Orden Jetorden.png Jetorden Ampere-Orden.png Ampere-Orden
80 Mentalorden.png Mentalorden Eiszapforden Sprite.png Eiszapforden Legendenorden.png Legendenorden Feenorden.png Feenorden
90 Psi-Orden.png Psi-Orden
100 Erdorden.png Erdorden Drachenorden.png Drachenorden Schauerorden.png Schauerorden 8 Orden Legendenorden.png Legendenorden Wellenorden.png Wellenorden Eisbergorden.png Eisbergorden

Stempel

Da es in Alola, der Region der siebten Generation keine Arenen mehr gibt, existieren auch keine Orden, die das Maximallevel erhöhen können. Um dennoch getauschte Pokémon über Level 20 hinaus trainieren zu können, benötigt ein Trainer stattdessen die Stempel der sogenannten Inselwanderschaft, die in seinen Trainerpass gestempelt werden, sobald er die Große Prüfung der jeweiligen Insel bestanden hat:

Maximales Level Bedingung
35 Große Prüfung von Mele-Mele bestehen
50 Große Prüfung von Akala bestehen
65 Große Prüfung von Ula-Ula bestehen
80 Große Prüfung von Poni bestehen
100 In der Pokémon-Liga gewinnen

Interner Ablauf

Obwohl sich die Prüfung, ob ein Pokémon gehorcht, im Kern seit den frühen Anfängen nicht geändert hat, gibt es in jeder Spielgeneration Eigenheiten, die es zu beachten gibt. Den bislang größten Bruch gibt es zwischen der zweiten und dritten Generation aufgrund der größeren Rechenleistung Game Boy Advance.

Erste Generation

In der ersten Generation überprüft das System, nachdem eine Attacke ausgewählt wurde, zunächst, ob die Trainer-ID des Spielers mit der des OTs übereinstimmt. Die Namen werden nicht überprüft. Sind die Nummern identisch, da der Spieler auch der OT ist, greift das Pokémon normal an und alle weiteren Prozeduren werden übersprungen.

Ist der Spieler nicht der Originaltrainer des Pokémon, wird zunächst das Orden-Level O des Spielers überprüft. Dieses hängt davon ab, welche Orden er bereits besitzt:

Weiter wird eine zufällige ganze Zahl Z generiert, die zwischen 0 und (L + B – 1) liegt, wobei L das Level des Pokémon ist. Soll beispielsweise ein Pokémon auf Level 34 ohne den Quellorden angreifen, liegt Z irgendwo zwischen 0 und 43. Ist das Level des Pokémon sowohl höher als O als auch als Z und soll es eine Attacke durchführen, ist es in dieser Runde ungehorsam. Ist ein Pokémon ungehorsam, hat es keine zuletzt ausgeführte Attacke mehr, sodass ein eventueller Spiegeltrick des Gegners fehlschlägt.

Anschließend wird eine weitere Zufallszahl Z mit derselben Formel Z = L + B – 1 generiert. Ist Z größer als O oder gleich groß, wird eine Variable X auf den Wert X = N – (L – B) gesetzt, wobei N eine Zufallszahl zwischen 0 und 255 ist. Je nach Wert von X kann das verschiedene Folgen haben:

  • X < 0: Das Pokémon beginnt, ein Nickerchen zu machen und schläft ein.
  • X ≥ 0 und X < (L – O): Das Pokémon verletzt sich in Verwirrung selbst.
  • X ≥ 0 und X ≥ (L – O): Es ignoriert den Befehl seines Trainers und tut nichts.

Ist das zweite Z kleiner als das Orden-Level, setzt das Pokémon eine andere Attacke als die vom Spieler ausgewählte ein. Das Pokémon setzt keine Attacken ein, während es schläft oder von Aussetzer betroffen ist, kann aber durchaus angreifen, wenn die ausgeführte Attacke keine AP mehr hat.

Kann eine Attacke eingesetzt werden, wird diese bis zur nächsten Runde zur zuletzt eingesetzten und zuletzt ausgewählten Attacke, allerdings wird nicht von der tatsächlich eingesetzten Attacke ein AP abgezogen, sondern von der vom Spieler ausgewählten. Hatte diese Attacke zu diesem Zeitpunkt bereits keine AP mehr übrig, wird fälschlicherweise dennoch 1 abgezogen, wodurch es zu einem sogenannten AP-Unterlauf kommt und der zugehörige Wert intern auf 255 gesetzt wird. Aufgrund der Art und Weise, wie die AP-Anzahl gespeichert wird, entspricht dies der dreimaligen Verwendung von AP-Plus und einer maximalen AP-Anzahl von 63. Dieser Wert bleibt nach dem Kampf bestehen, auf die betroffene Attacke kann somit kein AP-Plus mehr angewendet werden.

Die Überprüfung wird bei Serien-Attacken wie Dornkanone nur vor dem ersten Treffer durchgeführt, ebenso bei andauernden Attacken wie Fuchtler. Bei Attacken, die eine Vorbereitungsrunde benötigen, wie etwa Hyperstrahl, wird nur vor der ersten Runde überprüft, ob das Pokémon gehorsam ist. Solange der Effekt von Geduld und Raserei andauert, wird ebenfalls keine Prüfung durchgeführt.

Zweite Generation

Der Ablauf in der zweiten Generation ähnelt dem der ersten sehr, allerdings wurden einige Neuerungen implementiert und der AP-Unterlauf-Bug behoben.

Nachdem eine Attacke ausgewählt wurde, überprüft das System zunächst, ob die Trainer-ID des Spielers mit der des OT übereinstimmt. Die Namen werden wieder nicht überprüft. Sind die Nummern identisch, da der Spieler auch der OT ist, greift das Pokémon normal an und alle weiteren Prozeduren werden übersprungen.

Ist der Spieler nicht der Originaltrainer des Pokémon, wird zunächst das Orden-Level O des Spielers überprüft. Dieses hängt davon ab, welche Orden er bereits besitzt:

Weiter wird eine zufällige ganze Zahl Z generiert, die zwischen 0 und (L + B – 1) liegt, wobei L das Level des Pokémon ist. Ist das Level des Pokémon sowohl höher als O als auch als Z und soll es eine Attacke durchführen, ist es in dieser Runde ungehorsam. Ist ein Pokémon ungehorsam, hat es keine zuletzt ausgeführte Attacke mehr, sodass ein eventueller Spiegeltrick des Gegners fehlschlägt. Der Effekt von Zugabe wird dadurch ebenfalls beendet. Schläft das Pokémon, während ihm befohlen wird, Schlafrede oder Schnarcher einzusetzen, ignoriert es die Befehle seines Trainers und schläft weiter.

Anschließend wird eine weitere Zufallszahl Z mit derselben Formel Z = L + B – 1 generiert. Ist Z größer als das Orden-Level oder gleich groß, wird eine Variable X auf den Wert X = N – (L – B) gesetzt, wobei N eine Zufallszahl zwischen 0 und 255 ist. Je nach Wert von X kann das verschiedene Folgen haben:

  • X < 0: Das Pokémon beginnt, ein Nickerchen zu machen und schläft ein.
  • X ≥ 0 und X < (L – O): Das Pokémon verletzt sich in Verwirrung selbst.
  • X ≥ 0 und X ≥ (L – O): Es ignoriert den Befehl seines Trainers und tut nichts.

Ist das zweite Z kleiner als das Orden-Level, setzt das Pokémon eine andere Attacke als die ausgewählte ein, es sei denn, es schläft, ist blockiert oder die Attacke, die es einsetzten will, besitzt keine AP mehr. Allerdings kann es versuchen, anzugreifen, wenn es eingefroren ist und weder Flammenrad noch Läuterfeuer einsetzen will. Kann keine Attacke eingesetzt werden, faulenzt das Pokémon nur und tut im Kampf nichts.

Anschließend wird keine zuletzt eingesetzte Attacke gesetzt, die zuletzt ausgewählte Attacke ist die vom Trainer befohlene. Anders als in der ersten Generation wird von der tatsächlich eingesetzten Attacke ein AP abgezogen, das verhindert einen AP-Unterlauf.

Die Überprüfung wird, wie in der ersten Generation, bei Serien-Attacken und andauernden Attacken nur vor dem ersten Angriff durchgeführt. Bei Attacken, die eine Vorbereitungsrunde benötigen, wird nur vor der ersten Runde überprüft, ob das Pokémon gehorsam ist. Solange der Effekt von Geduld andauert, wird ebenfalls keine Prüfung durchgeführt und auch vor wiederholtem Walzer wird kein zweites Mal geprüft. Allerdings findet die Überprüfung statt, wenn Verfolgung eingesetzt wird, selbst dann, wenn der Gegner sein Pokémon austauscht.

Dritte Generation aufwärts

Ab der dritten Generation überprüft das System zunächst, ob die ID-Nummer und der Name des Originaltrainers mit dem aktuellen Trainer übereinstimmen. Wenn mindestens eines der beiden nicht stimmt, wird eine Überprüfung durchgeführt, ob das Pokémon gehorcht, andernfalls werden alle Schritte übersprungen.

Zunächst wird das Orden-Level, kurz O, des Trainers überprüft. Beispielhaft wird es an dieser Stelle anhand der Orden der dritten Generation demonstriert, für alle anderen Generationen kann die obige Tabelle entsprechend zur Rate gezogen werden.

Ausschließlich in der vierten Generation wird die Überprüfung mit dem letzten Orden automatisch übersprungen. In den Spielen Feuerrot, Blattgrün, Smaragd, Pokémon Feuerrote Edition und Blattgrüne Edition ist das Orden-Level für jedes Mew oder Deoxys, das nicht bei einer „schicksalhaften Begegnung“ erhalten wurde immer null, d. h. es gehorcht seinem Trainer in keinem Kampf, in dem Erfahrung gewonnen werden kann. Der Gehorsam eines Pokémon dient hier also als Schutz vor Cheaten.

Anschließend wird eine Zufallszahl Z zwischen 0 und 255 generiert und mit deren Hilfe, dem Level des Pokémon und dem Orden-Level der Wert der Variable A gesetzt:

[math]\text{A} = \frac{\left(\text{L} + \text{O}\right) \cdot \text{Z}}{256}[/math]

Falls A kleiner als das Orden-Level ist, gehorcht das Pokémon in dieser Runde dem Spieler und die Überprüfung endet an dieser Stelle. Andernfalls wird das Pokémon ungehorsam. Steht das Pokémon unter dem Effekt von Raserei, endet dieser. Schläft das Pokémon und soll die Attacke Schnarcher oder Schlafrede einsetzen, ignoriert es den Befehl und schläft weiter.

Anschließend wird eine weitere Zufallszahl zwischen 0 und 255 generiert und die Variable B mit obiger Formel für A und der neuen Zufallszahl berechnet. Ist B kleiner als das Orden-Level des Spielers, setzt das Pokémon eine andere Attacke ein als die vom Spieler ausgewählte. Die verwendeten AP sind die der tatsächlich verwendeten Attacke. Ist B größer oder gleich dem Orden-Level O, wird eine Variable C = L – O berechnet und eine dritte Zufallszahl Z zwischen 0 und 255 generiert. Aus C lassen sich drei Szenarien herbeiführen:

  • Z < C: Das Pokémon macht ein Nickerchen und schläft ein, es sei denn, es besitzt die Fähigkeit Insomnia oder Munterkeit oder der Effekt von Aufruhr ist aktiv. Bodyguard verhindert den Schlaf nicht.
  • (R – C) < C: Das Pokémon fügt sich in Verwirrung selbst Schaden zu.
  • Sonst: Das Pokémon ignoriert den Befehl und tut nichts.

In allen weiteren Fällen ignoriert das Pokémon den Befehl seines Trainers.

Die Überprüfung wird übersprungen, wenn das Pokémon Verfolgung einsetzt und der Gegner sein Pokémon austauscht. Bei Serien-Attacken und andauernden Attacken wird sie nur vor dem ersten Angriff durchgeführt und auch bei Attacken, die eine Vorbereitungsrunde benötigen, wird nur vor der ersten Runde überprüft, ob das Pokémon gehorsam ist. Solange der Effekt von Geduld andauert, wird ebenfalls keine Prüfung durchgeführt und auch vor wiederholtem Walzer und Frostbeule wird kein zweites Mal geprüft.

Im Anime

Im Anime ist der Gehorsam eines Pokémon häufig nicht von der Anzahl der Orden eines Trainers abhängig oder ob das Pokémon getauscht wurde. Häufig gehorchen auch frisch gefangene oder entwickelte Exemplare ihren Trainern nicht, insbesondere wenn diese unerfahren oder nicht streng genug mit ihnen sind. Der Ungehorsam eines Pokémon kann so weit gehen, dass es seinen Trainer verlässt.

Im Manga

Auch im Manga kann es vorkommen, dass ein Pokémon seinem Trainer aus mangelndem Respekt nicht gehorcht. Häufige Ursache ist hier ein vorangegangener Tausch, aber auch Unerfahrenheit des Trainers. Manchmal greifen ungehorsame Pokémon ihren Trainer auch an.

In anderen Sprachen: